Transkript:
Hi und herzlich willkommen zur neuesten Folge von Serious SEO. Hier auf Semrush Deutschland. Heute reden wir vor allen Dingen über das Thema interne Verlinkung und ich habe mich einfach mal drei Punkte rausgesucht, über die ich im Folgenden sprechen möchte. Fangen wir also an mit dem ersten Thema.
Beim ersten Thema geht es kurz um die Aufgaben der internen Verlinkung. Wir haben in der Regel drei wichtige Aufgaben hier. Das ist einmal, die Sicherstellung der Erreichbarkeit, das ist die Priorisierung und die Signalvererbung. Über die letzten beiden gehe ich gleich in den folgenden Punkten einmal ein, wichtig ist aber, einfach zu erwähnen und zu verstehen, dass diese drei Punkte wirklich immer wieder bedacht werden müssen. Denn oftmals aufgrund von Veränderungen an der Webseite kommt es bei dem einen oder bei dem anderen Punkt halt schnell zu signifikanten Veränderungen und die interne Verlinkung rutscht in eine Richtung ab, die man gar nicht so präsent wahrnimmt, im ersten Moment, ja. Also achtet vor allen Dingen immer wieder, dass ihr alle drei Punkte bedient, dass ihr auch alle drei Punkte kontrolliert, um nicht langsam Probleme bei der internen Verlinkung zu kriegen. Und damit gehen wir gleich rüber zum Zweiten Punkt.
Beim zweiten Punkt reden wir vor allen Dingen über das Thema Priorisierung. Wir haben hier natürlich im SEO ein wichtiges Steuerungselement und das ist die Navigation. Das ist das stärkste Priorisierungsmittel, was wir eigentlich haben. Wo es aber natürlich dann auch immer wieder Diskussionen darum gibt was kommt da eigentlich rein, was ist wichtig, Wer nutzt die Navigation eigentlich? Ja, und wie entscheiden wir eigentlich, welche URLs da reinkommen? Wir können ja beispielsweise klassisch nach Suchvolumen gehen und Hierarchie gehen. Welche URLs sind ganz oben in der URL Struktur und welche vereinen sozusagen am meisten Suchvolumen? Wir könnten hergehen und sagen okay, wo habe ich vielleicht die meisten Produkte und brauche vielleicht mehr Linkkraft als woanders? Wir könnten hingehen und sagen, welche Produkte, welche Kategorien haben die höchste Marge und sind deswegen vielleicht auch betriebswirtschaftlich gesehen wichtiger als andere und könnten mit reingenommen werden? Gibt es Saisonalitäten, die bedacht werden müssen? Tauschen wir vielleicht regelmäßig irgendwelche Reiter aus? All das sind Themen, die natürlich am Ende die Priorisierung bei der Navigation irgendwie beeinflussen. Und um sich das Ganze vielleicht mal auch ein bisschen mit Daten genauer vor Augen zu führen, empfehle ich gerne an der Stelle, das Modell vom Kollegen Kevin Indig. Der hat mal ein, zwei Blogposts dazu runter geschrieben und das ist wirklich sehr, sehr anwendungsfreundlich. Deswegen empfehle ich das hier gerne. Was hier gemacht wird ist es wird eine Kombination an Daten zusammengetragen, aus internen Verlinkungen, aus externen Verlinkungen, auch aus Crawling-Daten beispielsweise um eben zu sehen, wo wird was häufig verarbeitet. Und daraus kann man dann am Ende sehr, sehr schön identifizieren. Beispielsweise gibt es URLs, die intern, aber auch extern gut verlinkt sind, die als Hubpages gut dienen könnten, die aber noch gar nicht so viel woanders hin innerhalb der Struktur verlinken.
Oder gibt es auf der anderen Seite genauso URLs, die sehr, sehr extrem extern verlinken, innerhalb der Webseite aber einfach deswegen vielleicht auch ein bisschen zurückgenommen werden sollten, weil sie sehr, sehr verschwenderisch sind. Ja, und mit solchen Konstrukten, mit solchen Modellen können wir uns natürlich gerade im Bereich Priorisierung immer wieder vor Augen führen, okay, habe ich überhaupt die richtigen Seiten intern verlinkt? Ich meine, Website ist viel in Bewegung. Wir ändern gerne irgendwelche Module. Es werden kleinere Umbauten vorgenommen, aber vor allen Dingen auch bei Migration kommt es sehr, sehr häufig vor, dass Bereiche komplett anders priorisiert werden. Und das kann natürlich dann eben auch zu Ranking-Veränderungen führen, ohne dass es einem so sehr bewusst ist.
Also immer wieder zu überprüfen, okay, was sind eigentlich meine wichtigsten Seiten und sind die auch wirklich so priorisiert, wie ich mir das vorstelle, gehört mit zur Aufgabe im SEO. Und vor allen Dingen haben wir im Bezug auf so einer klassischen Baumstruktur immer wieder auch ein bisschen die Herausforderung, wenn Bäume unterschiedlich, ich sag mal dick sind in ihrer Tiefe, Ja, wenn ich in dem einen Baum vielleicht nur 20 URLs habe und in dem anderen 120 und der eine verlinkt sich aber intern viel häufiger. Dann habe ich hier natürlich eine viel, viel stärkere Priorisierung innerhalb des Baums. Was aber nicht heißt, dass das vielleicht der wichtigere Strang ist. Kann auch sein, dass der der kleinere Strang wichtig ist und auch so kann man manchmal einen etwas aufgeblasener Strang innerhalb einer Struktur dazu führen, dass Priorisierungen sich verschieben. Also von daher, ich glaube, es ist immer wieder wichtig, sich genau das Thema anzuschauen zu sehen, okay, welche URLs sind in meiner Struktur jetzt sehr, sehr weit oben, also in meiner Linkstruktur, welche sind sehr, sehr stark verlinkt? Sind das eigentlich die richtigen, die ich da erwarte und muss ich da was ändern? Insofern wenn ihr das für euch noch nicht gemacht habt, schaut euch mal das Modell von Kevin beispielsweise an oder baut euch selber irgendwie was. Aber das ist auf jeden Fall eine wichtige und spannende Sache, die man regelmäßig mal machen sollte. Und damit gehen wir rüber zum Dritten Punkt.
Beim dritten Punkt reden wir vor allen Dingen über das Thema Signalvererbung. Und hier bringe ich einfach mal drei kleine Punkte mit an. Der erste Punkt ist vielleicht aber auch wirklich der wichtigste, nämlich das ganze Thema interne Ankertexte. Der Ankertext ist intern einfach das stärkste Signalmittel, was wir haben bei der internen Verlinkung. Ja, Google nutzt ihn ja teilweise schon, wie wir in den letzten Wochen und Monaten gesehen haben, um Titles umzuschreiben. Und wenn wir hier einfach nicht sauber sind und nicht klar sind, dann greifen wir einfach nicht das Potenzial ab, was wir eigentlich hätten. Wir reden ja oftmals von den nicht beschreibenden Ankertexten, die es sowieso gibt. Klick hier, da, solche Sachen, ja, die man dann sich angucken kann, die man umbauen könnte, die man optimieren könnte. Es geht aber natürlich auch Richtung des Ansatzes, dass ein Ankertext für eine URL steht. Ja, wir wollen ja möglichst klar in der Signalvererbung machen, Wofür steht eine bestimmte URL? Und deswegen kriegt eine URL ein Set an an Anker Texten sozusagen mit. Ja, und wenn es dann eben Varianten gibt, wo man sagt ja, okay, das ist eben eine Facette, aber die hat auch Sinn, beispielsweise indexiert zu werden, die hat auch wirklich einen eigenen Intent. Dann kriegt die natürlich entsprechende Ankertexte. Ja, aber was wir nicht machen sollten, ist beispielsweise, den gleichen Ankertext für unterschiedliche URLs zu benutzen. Das kann dann einfach nicht gut funktionieren. Damit verwirren wir am Ende nur die Signale und vor allen Dingen, wenn wir jetzt mal an sowas wie Tag-Seiten denken, ja, ob es jetzt beispielsweise im Sport ist, irgendwie es gibt ein großes Event, Olympia, dann gibt es dafür eine Tagseite oder es gibt für Personen im genau so, so, so so typische Tag-Seiten, ob jetzt Arnold Schwarzenegger oder was auch immer. Dann haben diese Seiten natürlich auch einen sehr, sehr klaren und spezifischen Intent und müssen entsprechend verlinkt werden. Ja und was bei den Verlinkungen dann oftmals wichtig ist und was leider im Laufe einfach von dem normalen Arbeiten am Tag oftmals verloren geht, ist, dass die Ankertexte wie gesagt klar sind. Also was man heute oftmals findet ist, er ist reich. Ja, sie ist umgezogen oder sie ist ausgezogen. Ja wer ist denn sie? Wer ist denn das Objekt? Ja, innerhalb des Contents. Wenn man es liest, ist es natürlich irgendwie klar, aber für den Ankertext selbst ist das einfach nicht scharf. Ist das einfach nicht sauber. Da könnte man präziser sein. Ja, und von daher halte ich es für empfehlenswert, sich wirklich regelmäßig mal seine Ankertexte anzuschauen, durchzugehen und zu gucken okay, wo sind vielleicht unspezifische, wo sind unklare, wo sich die gleichen Ankertexte auf unterschiedliche URLs? Und da kann ich dann einfach mal nacharbeiten. Das kann einer Webseite definitiv helfen.
So, und der nächste Punkt, den ich dann ansprechen wollte, ist das Thema Nofollow. Ja, das ist leider immer noch so und deswegen nehme ich es auch immer wieder auf und erwähne es immer wieder. Das Thema, also das nofollow Tag ist einfach nicht für interne Verlinkung gedacht. Ja, und wenn wir jetzt über Signalvererbung reden, dann gehört es da meiner Meinung nach rein. Es kann kein sinnvolles Signal sein, dieses Attribut intern zu benutzen. Von daher sollte man es einfach weglassen.
Und der dritte Punkt, den ich anbringen wollte, ist die robots.txt, denn auch die kann Einfluss auf die interne Verlinkung haben, was glaube ich immer noch vielen nicht so bewusst ist, weil eine URL, die in der robots.txt gesperrt ist, keine Linkkraft mehr bekommt. Der Linkfluss wird gebrochen, abgeschnitten durch die robots.txt und von daher, wenn man da was einträgt, sollte man sich auch immer überlegen. Okay, ist da vielleicht etwas auf diesen URLs drauf verlinkt, was ich jetzt rausschneide. Vielleicht waren sie auch nur über diese URLs verlinkt, die ich jetzt sperre und damit nehme ich sie komplett aus der ganzen internen Verlinkung raus. Und dann sind wir schnell wieder beim Thema Accessibility, also beim Thema Erreichbarkeit beim ersten Punkt. Ja, wenn ihr euch mal anschaut, wie viele URLs beispielsweise nur noch einen intern eingehenden Link haben, dann seht ihr sehr schnell, wie groß das Potenzial sein kann, durch nur eine falsche Entscheidung, durch nur einen Umbau die Struktur zu verändern und Links komplett rauszunehmen. Aber in Bezug auf die Relevanzvererbung einfach auch hier das Thema, nehmt wahr, dass die robots.txt eben den Linkfluss bricht und dass das bei der internen Verlinkung eben nicht sein sollte. So, damit sind wir auch schon durch für das heutige Thema. Ich hoffe es hat euch gefallen. Wenn ja, lasst uns gerne einen Daumen hoch, da aktiviert die Glocke, dann seht ihr auch das nächste Video, wenn es wieder heißt Serious SEO hier auf Semrush Deutschland.