Transkript:
Hi und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Frag Andor. Ich bin als Consultant für Shops, Marktplätze, Publisher und Saas Unternehmen und in dieser Videoreihe gehe ich immer kurz auf eine Frage ein, die mir im Rahmen meiner Beratungstätigkeit typischerweise gestellt wird. Und das heutige Video dreht sich um die Frage Welche Contenttypen sind vor allen Dingen im B2B relevant? Seo ist aus meiner Sicht einer der spannendsten Kanäle im Onlinemarketing, die es gibt. Und er ist vor allen Dingen einer der nachhaltigsten. Zielgenaue Inhalte im SEO, die einmal erstellt sind, können auf lange Sicht immer wieder Traffic und somit auch Umsatz am Ende generieren. Wie es kaum ein anderer Marketingkanal vermag, dass ist im B2C und D2C in der Regel schon sehr offensichtlich. Doch im B2B kann SEO aufgrund der Kombination aus problemlösender und informationsbedienendem Kanal enorm effektiv und lukrativ sein. Vor allen Dingen, weil der Wert der Abschlüsse im B2B oftmals deutlich höher liegt. Aus meiner Erfahrung heraus ist ein B2B Unternehmen in der Regel gut aufgestellt, wenn sie die folgenden vier Contenttypen berücksichtigen. Der erste Contenttyp ist vielleicht der offensichtlichste und der natürlichste, das sind natürlich die Produktseiten oder die Lösungsseiten. Diese mehr kommerziell ausgerichteten Landingpages, die eben das Produkt oder die Dienstleistung darstellen und das aufgreifen, sind natürlich geradeheraus transaktional ausgerichtet und bilden klassischerweise die erste Säule in einer Contentstruktur. Aber auch wenn sie die offensichtlichsten sind und auch die, wo potenzielle Kunden im besten Fall schon ein sehr, sehr genaues Verständnis dafür haben, wonach sie suchen und somit auch schon gedanklich tiefer am Funnel drin sind, ist die Reichweite dieser Suchbegriffe oftmals eher begrenzt.
Und bei vielen B2B Unternehmen ist es leider bis heute so, dass sie an der Stelle stehen bleiben und nicht weitere Schritte gehen. Um aber seinen Marktanteil online zu erweitern und auch bei Google eine Autorität in einem Markt zu werden, braucht es weitere Berührungspunkte mit dem potenziellen Kunden. Aus den Sales wissen wir alle, dass man ungefähr so 5,6,7 Kontaktpunkte braucht mit einem Kunden, bevor der eine Kaufentscheidung trifft. Die wenigsten kaufen einfach sofort. Und das ist einer der Gründe, warum wir auch im B2B eine Content Welt kreieren müssen. Und das führt uns zu dem zweiten Content Typen. Wo sich ein B2B Unternehmen am Anfang vor allen Dingen eine Frage stellen sollte kann ich in meiner Branche unabhängig vom Contentformat Inhalte schaffen, die bei anderen ein Problem lösen. Bzw. Die eben Informationen liefern, um eine Situation zu verbessern. Das sind dann in der Regel eher Evergreen Inhalte, also langfristig angelegte Inhalte, klassischerweise Glossare oder Lexika, die wirklich umfangreich sind, aber eben ein wichtiger Pfeiler in der Contentstruktur. Und auch wenn wir davon ausgehen, dass beispielsweise bei Google in Zukunft KI generierte Antworten zunehmen werden und das Trafficpotenzial dadurch auch sinkt, kann ein Unternehmen meiner Meinung nach nicht darauf verzichten, diesen Content Type zu kreieren, weil es ich nehme jetzt einfach mal Medizin oder auch auch den Legal-Bereich es durchaus spezifische Themen gibt, wo Fachautorenschaft gebraucht wird, wo es den Diskurs braucht und wo man über diese Inhalte eben die Autorität in seiner Branche aufbauen kann.
Wie oben schon erwähnt, braucht es ja in der Regel mehrere Berührungspunkte mit einem potenziellen Kunden, bis er ein Produkt oder eine Dienstleistung kauft. Und hier kann SEO meiner Meinung nach an vielen Stellen oftmals der erste Brückenbauer sein und der erste Kontaktpunkt mit einem potenziellen Kunden sein. Ein Ziel im SEO, gerade im B2B ist meiner Meinung nach die Hilfestellung beim Lösen eines Problems und somit der erste positive Berührungspunkt mit einem potenziellen Kunden zu erzeugen. Durch diese Strategie erzeugt dann jedes Unternehmen langfristig eben dank einer guten Positionierung in der Suche eine zunehmende, ich sage mal positive Markenwahrnehmung und baut somit eben auch einen der wichtigen Contentpfeiler im B2B SEO auf. Durch die langfristigen und häufigen Berührungspunkte mit den potenziellen Kunden über die Suche erzeugt das natürlich auch wiederum eine Bindung und kann somit die gesteigerte Markenwahrnehmung beim potenziellen Kunden erhöhen. Das führt dann natürlich, so die Theorie, im besten Falle ab einem gewissen Zeitpunkt dazu, dass der potenzielle Kunde gleich zur Marke kommt, weil er wieder eine Frage hat und hofft, dass er diese Frage dort beantwortet findet.
Und das kann natürlich auch selbst in der Suche dann dazu führen, dass die Klickwahrscheinlichkeit eben höher ist, weil die Markenwahrnehmung einfach gestiegen ist. Existiert eine solche Bindung im Kopf und sucht ein potenzieller Kunde dann mal nach der Art des Produktes oder der Dienstleistung von dem Unternehmen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen zumindest mal in die nähere Auswahl kommt, deutlich größer. Daher sind meiner Meinung nach diese problemlösenden und erklärenden Inhalte im B2B für SEO einfach eine wichtige Säule und tragen maßgeblich zur Steigerung der Markenwahrnehmung bei, die sich langfristig dann auch natürlich geschäftlich in Marktanteilen ausdrücken kann. Dieser Prozess kann aber Jahre dauern und gefühlt ist er dann über Nacht da. Dem liegt aber oftmals ein wirklich über lange Zeit Ausgeführter Content Plan zugrunde, der sukzessive abgearbeitet wird. Der dritte Content Typ, auf den ich dann eingehen möchte, der spielt das ganze Thema Thought Leadership Content ab. Auch dieser Content kann dazu dienen, natürlich die Markenwahrnehmung zu stärken und dann aber eben eher auf aktuelle Inhalte einzugehen und aktuelle Themen aufzugreifen. Der Typus von Content wird oftmals bei der PR angesiedelt, hat aber auch definitiv für SEO eine Relevanz. Und deswegen wäre es meiner Meinung nach immer sinnvoll, hier auch die SEO Perspektive mit einzubringen. Auch wenn dieser Content-Typ allgemein eher dafür sorgt, dass es kurzfristige Traffic-Anstiege gibt, weil es eben eine eher kurze Aufmerksamkeitsspanne gibt, so kann man sich natürlich trotzdem mit diesem Content langfristig im Rahmen der Unternehmensstrategie sehr gut aufstellen und deswegen lohnt sich hier auch wieder mit Blick auf die mehreren Berührungspunkte es immer wieder da, die SEO Perspektive mit reinzubringen, weil es am Ende dazu helfen soll, die Markenwahrnehmung als solches zu steigern und Google zu signalisieren Guck mal, hier ist eine Autorität. Und wenn man diese Inhalte dann noch beispielsweise mit Daten unterfüttert, mit Grafiken unterfüttert und eben dadurch auf ein anderes Level hebt, hat man natürlich auch die Möglichkeit, diesen Typus von Content zu einem Leadmagneten zu entwickeln und auch zu einem Linkmagneten zu entwickeln. Und deswegen ist es sinnvoll, bei diesem Thought Leadership Content beide Welten zusammenzubringen und SEO immer mit am Tisch zu haben.
Unter dem vierten Content Typen fasse ich mal generell alles zusammen, was Medienformate betrifft. Das können Videos sein, Bilder sein, Grafiken sein, Vorlagen sein, Muster sein, Rechner sein, also alles in solch einer Form. Google hat klar angekündigt, dass der Creator in der Zukunft eine stärkere Rolle in der Suche einnehmen soll. Und das ist bei spezifischen Fragen eben auch dazu kommen wird, dass beispielsweise Videos von Personen ranken, die diese Fragestellung in der Tiefe behandeln, die die Erfahrung haben und dann darüber berichten. Google Perspektive. Hier muss SEO dann eben meiner Meinung nach Schnittstelle zu anderen Unternehmensbereichen werden oder haben. Und hier müssen Teams meiner Meinung nach dann auch interdisziplinärer werden. Schnittstellen zur PR Abteilung, zum Newsletterteam, zum Social Team sollten einfach in dieser Hinsicht verstärkt werden. Der Content kann glaube ich noch viel abgestimmter erzeugt werden und somit dann am Ende auch mit Blick auf SEO Landingpages einen Mehrwert bieten.
Und auch wenn wir im SEO oftmals in erster Linie an Google denken, so ist ja Search Engine Optimization ja nicht nur Google Optimization, sondern, wir können ja eben auch Content mehr plattformübergreifender Denken und auch langfristiger denken. Vor allen Dingen, wenn es dann um die Frage geht welcher Content oder welcher Contenttyp kann eigentlich für welche Art von Fragen genutzt werden? Welcher Kontotyp lohnt sich oder hilft am besten, ein Problem zu lösen? Wie kann ich das in meinen Contentprozess integrieren und letztendlich natürlich dann auch distribuieren? Aus meiner Erfahrung liegt einfach bis heute im B2B für viele Unternehmen mit Blick auf SEO noch so viel Potenzial auf der Straße, die eigene Marke bzw. Die eigene Markenwahrnehmung langfristig zu erhöhen. Und daran kann man durchaus arbeiten. So, das war es von mir. Ich hoffe, es hat euch gefallen. Wenn ja, dann gebt dem Video gerne einen Daumen hoch, aktiviert die Glocke. Wenn ihr eine Frage oder Anregungen habt, dann hinterlasst gerne unten einen Kommentar. Und ansonsten freue ich mich auch, wenn ihr das nächste Video von Frag Andor schaut. Bis dahin macht’s gut.