Transkript:
Hallo und herzlich willkommen zur zweiten Ausgabe von Serious SEO hier auf Semrush Deutschland. Heute habe ich vier Themen für euch mitgebracht. Wir reden einmal über einen Case, den ich selbst erlebt habe. Wir reden über das Thema Font-Optimierung. Wir reden kurz über das Thema Bilder-Optimierung und am Ende über eine spannende KPI, die ich euch mitgebracht habe. Fangen wir an! Thema Nummer eins, die Zombilogik. Zombilogik? Ja, keine Sorge mir ist nicht die Sonne auf den Kopf geschienen, sondern ich will euch erzählen von einer Begebenheit, die mir so passiert ist. Ich habe ein Ticket geschrieben, wie wahrscheinlich viele von euch es schreiben würden. Bitte baut eine automatisiert generierte Sitemap, wo nur 200ter URLs reinkommen, die indexierbar sind. Relativ klare Anweisung, dachte ich. So. Ticket wurde umgesetzt, Sitemap kam wieder. Ich habe sie kontrolliert. Und was stelle ich fest? Da sind Non-200ter da drin. Da denkst du dir. Okay, Ich habe mir das Ticket noch mal angeguckt. Ist da irgendwas falsch zu verstehen? Eigentlich nicht. Also Termin aufgesetzt mit der Entwicklung und gefragt, könnt ihr mir erklären, wieso das passiert ist? Und die spannende Antwort war, ja. Und das erklären wir dir anhand eines kleinen Beispiels. Stell dir vor, du hast ein Haus und vor diesem Haus ist eine Armee von Zombies. Und was du uns gesagt hast, ist. Macht dieses Haus bitte so sicher, dass keine Zombies von außen reinkommen? Du hast uns nicht gesagt. Prüfe bitte, ob in dem Haus schon Zombies sind. Und wenn man das dann hört, dann denkt man sich im ersten Moment so, ernsthaft. Aber ja, das ist oftmals genau der Punkt, wo Kommunikation aneinander vorbeigeht. Ich dachte, mein Ticket ist glasklar zu verstehen und die andere Seite hat genau das umgesetzt, was ich geschrieben habe. Also nimmt man vielleicht mit, wann immer ihr euer nächstes Ticket schreibt. Habt ihr Zombilogik im Hintergrund, vielleicht müsst ihr euer Ticket an der einen oder anderen Stelle nochmal überdenken.
Thema Nummer zwei Font-optimierung. Es gibt einen ziemlich guten Artikel vom Kollegen Simon Hearne, den ich auch in die Shownotes packe, wo glaube ich 15, 16 unterschiedliche Ideen drin sind, was man mit Fonts und Font-Optimierung alles machen kann. Was wir oft sehen, ist schon, dass es ein Preload gibt, dass sie also priorisiert geladen wird. Und viele arbeiten auch mit Display, mit Font-Display, Swap oder optional beispielsweise, um so ein bisschen mehr rauszuholen. Es gibt aber noch viele, viele andere Sachen, die man machen kann und davon habe ich mir sechs Stück mal rausgepickt.
Nummer eins, ganz klassisch, ihr könntet einfach weniger Font-Files laden. Ihr braucht nicht unterschiedliche Fonts auf der Webseite. Das mag nett sein, aber aus Performancesicht definitiv ein unnötiger Treiber. Also einmal prüfen, ob es unterschiedliche Fonts auf der Webseite gibt und ob man das nicht reduzieren kann. Nummer zwei faux bold und italic, heißt, sogar die Font-Files für Fettdruck und kursiv wird weggenommen, weil die meisten modernen Browser das schon selber so darstellen können. Man braucht diese Files nicht wirklich und wenn man sich mal überlegt, wie viele unterschiedliche Kombinationen es oftmals gibt, dann reden wir hier schnell über 5, 6, 7 Files, die man so reduzieren kann. Thema Nummer drei nutzt eine System Font. Wenn ihr nicht gerade die New York Times seit und unbedingt was Großes braucht, dann kann man mittlerweile auch die Systemfonts so tweaken, dass sie fast alle gleich aussehen. Da gibt es ziemlich coole Font Style Matchers. Müsste einfach mal nur nach googeln, wo ihr wirklich die Fonts sehr gut aneinander anpassen könnt. Nummer vier nutzt keine Icon Fonts. Icon Fonts sind einfach auch unnötig und vor allen Dingen, wenn sie nicht interpretiert werden können, dann existieren diese hässlichen Vierecke, die nicht dargestellt werden. Wenn ihr schon mit irgendwelchen Icons arbeiten müsst, dann nutzt SVGs. Weil die lassen sich viel, viel schneller laden im Einzelfall. Nummer fünf reduziert Sub-Sets. Bzw. Wenn ihr ein Font-File habt, dann schaut ob ihr daraus noch mal ein Sub-Set generieren könnt, wo wirklich nur die Glyphen drin sind, die ihr braucht. Wenn ihr keine französischen Wörter benutzt, dann braucht ihr beispielsweise keinen Accent aigu oder Ähnliches. Und oftmals haben die Fonts einfach mehrere 100 Glyphen, die man aber reduzieren könnte, wenn man wirklich nur das reinpackt, was man selber braucht. Und sechstens Hostet selbst wir brauchen nicht eine Schrift mit einer Third Party Integration. Das machen eigentlich schon ziemlich viele, das sie selber hosten, aber es könnte immer noch mehr sein. Man kann sich so einfach viel Datenvolumen hin und her sparen. Man spart sich den Request, von daher. Schaut einfach mal, ob man die Font nicht selber selber laden kann. Also noch mal zusammengefasst, sechs Möglichkeiten, seine Fonts zu optimieren. Nummer eins ladet weniger Font-Files, in Summe nutzt faux bold und italic, nutzt eine System Font, nutzt keine Icon-Font, optimiert eure Sub-Sets und Hostet selbst.
Und wenn wir schon beim Thema Optimierung von Schriften sind, von Fonts sind, dann müssen wir uns einmal ganz kurz auch über das Thema Bilder-Optimierung unterhalten. Jetzt will ich nicht erklären, wie ihr das macht, das wisst ihr alle selbst. Aber nutzt doch bitte endlich alle die neuen Formate, die es gibt. Ob es nun WebP ist, ob es ein JPEG XR ist. Ihr spart dadurch einfach Datenvolumen. Ich will euch einfach mal ein Beispiel zeigen, wo man sehen kann, was passiert, wenn WebP angeschaltet wird. Hier ist über 50 % des Datenvolumens auf einer URL bei Bildern eingespart worden, von einem Moment auf den anderen, einfach weil alles auf WebP umgestellt worden ist. Das muss nicht immer so viel sein, das können auch nur 10 % sein. Aber man kann mit den neuen Bilderformaten einfach massiv Datenvolumen sparen. Und je nachdem was für eine URL man hat, was für Template Typen man hat, ob halt sehr bilderabhängig oder nicht, ist das wirklich ein großer Unterschied. Also nutzt Bilder Formate. Vor allen Dingen die neuen. So.
Und als Viertes habe ich gesagt, bringe ich eine KPI mit und das ist der Fresh Rank. Der Fresh Rank ist eine Metrik, die kenne ich aus dem Oncrawl-Universum und die misst sozusagen die Zeitspanne zwischen dem ersten GoogleBot-Hit und dem ersten organischen Visit. Das ist eine interessante Zeitspanne, die wir vor allen Dingen dann nutzen können, wenn wir gucken wollen, okay, wie lange dauert es denn nach Publishing, bis wirklich Traffic generiert wird? Wir wissen ja, dass das ein Prozess ist und dass den viele aber nicht verstehen. Und wenn wir jetzt mal an Prognosen denken, wie lange braucht dieser neue Content, bis er dann wirklich rankt? Dann kann so einen Fresh Rank durchaus eine spannende KPI sein, sowohl in der Kommunikation. Warum SEO ein Marathon ist, als auch bei der Messung und beim Vergleich beispielsweise von Verzeichnissen, aber auch von Autoren. Also es gibt, glaube ich, unterschiedliche Möglichkeiten, wo man so eine KPI nutzen kann. Und wenn ihr euch das vielleicht in einer Semrush-Suite nachbauen wollt, dann habt ihr da durchaus die Möglichkeiten. Ich glaube, dafür braucht ihr letztendlich drei Tools. Das eine ist sicherlich der Log File Analyzer. Das andere ist das Position-Tracking. Und zu guter Letzt, Organic Traffic Insights. Vielleicht reichen aber auch schon die ersten beiden.
Wenn wir jetzt einfach mal den Log File Analyzer nehmen, können wir da natürlich feststellen okay, Wann wurde die URL das erste Mal gecrawlt? Das ist der erste Milestone. Und dann gucken wir in Position Tracking, wenn wir da die wichtigsten Keywords hinterlegt haben. Wann fängt hier das Ranking an? Das könnte ein anderer Milestone sein. Und dann könnte man eben am Ende gucken Taucht die URL irgendwann in Organic Traffic Insights auf oder meinetwegen auch in der Search Console in Analytics. Welche Datenquelle ihr zur Verfügung habt und so könntet ihr euch diese Metrik selber zusammenbauen. Ziemlich spannend, ziemlich cool, finde ich und von daher versucht es einfach mal bei euch selber aus und guckt einfach mal, ob ihr unterschiedliche Ergebnisse für unterschiedliche Verzeichnisse oder ähnliches bekommt. Das waren die vier Themen für heute. Ich hoffe es hat euch gefallen. Und vergiss nicht abonniert den Semrush Kanal in Deutschland, falls ihr es noch nicht getan habt. Drückt auf die Glocke, damit die Updates kriegt, wenn ein neues Video kommt. Wir produzieren hier regelmäßig neue Videos und ich freue mich, euch auch bei der dritten Folge von Serious SEO begrüßen zu können. Bis bald.